Grenzen sprengen oder meinen Raum einnehmen?

Heute habe ich auf der Facebook Alternative Human Connection folgendes Gedicht gefunden:

Gedicht: Grenzen sprengen

von ©Raimundo Germandi, 23.08.2018

Grenzen sprengen

Denke größer, fühle weiter,
„try“ den „Error“, schreite heiter,
lern durch „doing“, rag erhaben,
spreng Dir Kraft in alle Lagen.

Klingt ermutigend und schön. Ich beschäftige mich viel mit Grenzen…und es wäre schon viel geholfen, wenn sich nicht (fast) jeder kleiner machen würde, als er ist. Den persönlichen Raum wirklich und authentisch auszufüllen fühlt sich für viele Menschen wie Grenzen sprengen an – dabei ist es „nur“ dass jemand wirklich ganz er selbst ist – IN seinen Grenzen! Und diese kann dann man schützen und dann schützt man auch anderer Leute Grenzen und dann wächst man ganz von selbst quasi über sich hinaus… also kurz gesagt, ich würde das wunderbare Kraftgedicht noch stimmiger finden, wenn es nicht mit „Grenzen sprengen“ betitelt wäre, sondern „Meinen Raum einnehmen“ oder wie immer man das poetischer ausdrücken könnte.

Wenn jemand praktisch fühlen möchte, wie er oder sie in seinem Raum ist und diesen ausfüllt, der ist herzlich eingeladen zu unsereren pferdegestützten Workshops auf dem Mirabellenhof. Pferde sind „Meister des Raums und Meister der Grenzen“, sie geben eine sekundengenaue, glasklare Rückmeldung wie wir gerade da sind (oder ob wir nur im Kopf unterwegs sind). Und wie wir mit unseren Grenzen und Grenzen anderer umgehen…

Und es braucht für die Herausforderungen unserer Zeit, dass Menschen über sich hinauswachsen, indem sie zuerst ganz sie selbst werden und die Traumata europäischer und damit leider autoritärer, grenzverletzender Kultur heilen. Für PädagogInnen und Interessierte bieten wir deshalb zum Thema respektvolle Führung- Integrität und Präsenz in Kita & Schule –Workshops und Langzeitfortbildungen an.