Lade Veranstaltungen

« Alle Veranstaltungen

Teamfortbildung herausfordernde Kinder in Kita & Schule

Februar 19 @ 8:00 17:00

Obwohl es nur sehr wenige herausfordernde Kinder in Kitas und Schulen gibt, beanspruchen sie doch einen grossen Teil der alltäglichen Energie und des Bewusstseins von PädagogInnen. Oft wird das Kind an sich als schwierig bezeichnet und nach einer Weile sind alle Beteiligten frustriert im Umgang miteinander.

Oft scheint die einzige Lösung, die Kinder „weiterzureichen“. Nicht immer ist es wirklich nötig, dass herausfordernde Kinder an andere Experten oder Einrichtungen überwiesen werden. Denn die PädagogInnen, die jeden Tag mit dem Kind zu tun haben, haben eine feste Beziehung und viel Wissen über das Kind und die Familiensituation. Diese Fortbildung ermächtigt PädagogInnen die Beziehungen zu Kind und Eltern bewusster zu gestalten und somit Veränderungsprozesse initiieren zu können.

In dieser Fortbildung wird dem Problem der herausfordernden Kinder mulitdimensional begegnet:

  • Einzelfallanalysen im Team helfen die tieferen Bedürfnisse des Kindes hinter dem destruktiven Verhalten zu finden.
  • Beziehungsanalysen Pädagoge-Kind helfen, den eigenen Anteil am Konflikt in Augenschein zu nehmen und zu verändern: Was passiert mit mir im Kontakt mit diesem Kind? Welche für mich problematischen Gefühle löst dieses Kind bei mir aus: Hilflosigkeit, Ohnmacht, Wut oder Verärgerung?
  • Individuelle Handlungsstrategien auf Basis der vier Werte für das Miteinander entwickeln: Wie kann ich dem Kind Anerkennung geben? Wie kann ich ihm integer, authentisch, verantwortlich und gleichwürdig begegnen? Wie kann ich respektvoll Führung übernehmen?
  • Erstellung eines individuellen Handlungsplans für das Kind helfen, dass das Kind im Schulalltag neue konstruktive Verhaltensweisen anwenden kann und bringen Flexibilität in festgefahrene Denkmuster und Situationen.
  • Strategien für die Arbeit mit den Eltern helfen in einen konstruktiven Dialog mit den Eltern zu kommen,weg von Vorwürfen, Anklagen und Machtkämpfen.

Die Fortbildung findet angepasst an die jeweiligen Bedürfnisse der Einrichtung statt. Die Inhalte werden auf die aktuellen Bedürfnisse der einzelnen TeilnehmerInnen im Team und den Kenntnisstand in Beziehungskompetenz sozusagen „maßgeschneidert“ erstellt.

Trainerin

Dipl.-Päd. Katrin Paul, Familienberatung, Einzel- und Teamsupervision, Fortbildungen für pädagogische Fachkräfte. Katrin Paul hat ihre 4-jährige Ausbildung am Deutsch-Dänische Institut für Familientherapie und Beratung in Berlin gemacht.

Arbeitsweise

Ausgangspunkt und Grundlage für die Arbeit sind konkrete Erfahrungen und Fragen der Teammitglieder und von ihnen eingebrachte Fälle.

Das Training ist strukturiert in gemeinsame Arbeit im Team und praktische Übungen in Kleingruppen. Die Arbeitsweise im Team umfaßt Vortrag, Gespräch, Fallbesprechung und Einzelberatung. Dabei werden in der Fortbildung selbst die vier Werte Integrität, persönliche Verantwortung, Authentizität und Gleichwürdigkeit angewendet, so dass im Hier & Jetzt neue Beziehungs-Qualitäten sofort erfahrbar werden.

Weiterhin ist die Selbsteinbeziehung der Trainerin / des Pädagogen neu und die Arbeit an der inneren Haltung anstatt von Technik, Methoden, Tricks.


Denn es „… ist alles verloren, wenn die ‚Technik’ in den Vordergrund gestellt wird,

weil das eigentliche Wesen der echten Beziehung darin besteht,
dass man nicht manipuliert, sondern sich dem
anderen mit seinem ganzen Sein zuwendet.“
(Irvin D. Yalom)

Theoretischer Hintergrund

Nach der langen Epoche der Gehorsamskultur sind Eltern gleichermaßen wie Pädagoginnen und Pädagogen auf der Suche nach neuen Wegen für das Zusammenleben die Zusammenarbeit und mit Kindern und Jugendlichen.
Die Forschung der frühen Eltern-Kind-Bindung brachte Erkenntnisse, die in sich selbst ein neues Paradigma begründete, stellt die meisten bisherigen „Wahrheiten“ der Entwicklungspsychologie auf den Kopf.

Erwachsene von heute haben neues Wissen aber alte Gewohnheiten. Sie müssen die nötigen Kompetenzen für zwischenmenschliche Beziehungen, die Gleichwürdigkeit anstreben, neu lernen und erleben.

  • Einbeziehung statt Machtausübung
  • Dialog und Gespräch statt Disziplinierung
  • Fokus auf die Beziehung statt Fokus auf das Verhalten des Kindes
  • Empathie und Fürsorge statt korrigieren und belehren
  • Anerkennen und reflektieren statt werten

Beziehung, Prozess und Dialog sind somit die Grundpfeiler zeitgemäßer Pädagogik. Walter Kempler und Jesper Juul haben diese Haltung in Dänemark maßgeblich geformt und mitentwickelt.1

Die erlebnisorientierte Pädagogik und Familienberatung hat sich aus dem humanistisch-existenzialistischen Theorieansatz entwickelt. Seine wichtigsten Protagonisten sind Carl Rogers, Fritz Perls, Walter Kempler, Jesper Juul, Irvin David Yalom.

Dauer

Einführungsworkshop 3 Stunden

danach 2 – 6 Module im Abstand von ca. 6 Wochen

Text entnommen www.ddif.de

—————————————————————–

Hier die Fortbildungs-Information als pdf herunterladen:

Fobi_herausfKinder